Eine Fremdsprache zu lernen bedeuten nicht nur das Pauken von Vokabeln und Grammatik, sondern auch, einen Einblick zu gewinnen in die fremde Kultur. Das Ziel des interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht ist es, die Sitten und Bräuche der anderen Kultur kennenzulernen und ein Verständnis für die Unterschiede zur eigenen Kultur zu entwickeln. Welche Dinge muss man beachten, wenn man einer Person aus einem anderen Land begegnet – gibt es dort vielleicht andere Umgangsformen (z.B. Begrüßungsrituale) als in unserer Kultur oder auch, wie feiert man in einem anderen Land Feste wie beispielsweise Ostern und Weihnachten. Am interessantesten ist es, wenn sich im Unterricht auch die Gelegenheit bietet, dieses Wissen praktisch umzusetzen und die fremde Kultur selbst zu erleben.

In der Klasse 5a bot sich in diesem Schuljahr im Englisch-Unterricht zweimal die Gelegenheit, englische Sitten und Bräuche zu erleben. Kurz vor Weihnachten waren wir im Englischunterricht bei der Stoffeinheit „Homes and families“ angekommen und beschäftigten und mit dem Thema „Cream Tea“ – dem typischen englischen Nachmittagstee. Dazu erarbeiteten wir gemeinsam, dass der traditionelle englische „Cream Tea“ nachmittags gegen 5 Uhr eingenommen wird und man dazu Tee trinkt und Sandwiches (meist belegt mit Frischkäse, Gurke und Lachs), Kuchen und traditionelle „Scones“ (süße Brötchen) mit „clotted cream“ (einer Art Rahm) und Marmelade isst. Außerdem lernten wir die entsprechenden Vokabeln, wie „cucumber“ (Gurke) oder „cream cheese“ (Frischkäse) und erarbeiteten ein englisches Rezept für Scones. Der Höhepunkt war die Durchführung einer typischen „Cream Tea“-Veranstaltung im Klassenzimmer. Dafür gestalteten wir den Klassenraum und jeder Schüler brachte etwas mit – Gurken, Toast, Frischkäse, Salat, Marmelade Tee usw. Einige Schüler buken sogar Scones nach dem englischen Rezept. Es war wirklich toll!

Das zweite Mal konnten wir vor den Osterferien das gelernte interkulturelle Wissen in die Tat umsetzen. Im Englischunterricht wurden britische und amerikanische Osterbräuche erarbeitet und am letzten Schultag vor den Ferien brachte jeder Schüler ein paar bunte, hart gekochte Eier mit und wir spielten Spiele wie „egg roll race“ – alle Mitspieler rollen ihre Eier einen Berg hinunter, oder „egg tapping“ – zwei Personen schlagen ihre Eier aufeinander und der Spieler mit dem unbeschädigten Ei gewinnt. Auch diese englisch-amerikanische Osterparty hat der Klasse großen Spaß gemacht und das interkulturelle Verständnis gefördert.

 

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