Bericht Skilager der 6. Klassen – Siegmundsburg 2018

Auch in diesem Jahr schien der nordische Gott des Winters „Uller“ nicht auf unserer Seite zu stehen, denn das thüringische Siegmundsburg bot am Montagmorgen, den 15.01.,  alles andere als eine weiße Winterlandschaft. So führte der erste Weg die Schüler der 6. Klassen des Holzland-Gymnasiums noch etwas ungläubig zur hiesigen Skiausleihe.  Nach Begutachtung des sonderbaren Sportgeräts stand zunächst einmal Wandern auf dem Programm. Doch die erste Überraschung beruhigte die hitzigen schneehungrigen Gemüter – am Ziel in Friedrichshöhe angelangt gab es für alle einen kühlen Eisbecher.

Heiß ersehnt und wie bestellt küssten die ersten Schneeflocken über Nacht leise den Siegmundsburger Boden. Die Freude war groß und endlich konnte es am nächsten Tag so richtig losgehen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten auf dem wackeligen Untergrund der Langlaufski zogen wir einige Übungsbahnen über eine freie Fläche und testeten die ersten Techniken wie Doppelstockschub und Diagonalschritt.

Nach dem Mittagessen ging es dann in luftige Höhe: Ziel war die Bergbesteigung mit Ski im Treppen- bzw. Grätschschritt. Doch wer hoch hinaus will, muss auch wieder herunter und das klappte bei den meisten ohne Hinfallen kaum. Am Abend kamen alle zur Theoriestunde über den Skilanglauf zusammen und konnten anhand einer anschaulichen Präsentation Geschichte, Material und Techniken des Sports noch besser verstehen.

Am Mittwochmorgen wurden die Klassen in drei Leistungsgruppen unterteilt und von den Lehrern ganz individuell „gecoacht“. Während die einen noch den Halt auf Ski und das Gleiten verbesserten, „peitschten“ die anderen bereits im Skating-Schritt durch den Wald. Nicht ohne den nötigen Bildungshintergrund sollten unsere Schülerinnen und Schüler das Skilager in Erinnerung behalten und so sahen sie am Nachmittag einen ausgezeichneten Diatonvortrag über den Naturpark Thüringer Wald.

Am Donnerstag kam es endlich zum langersehnten Höhepunkt der Woche – der 3,5 km lange Abschlusswettkampf. In einem Abstand von 30 Sekunden wurden die Athleten in die Loipe geschickt und gaben ihr Bestes. Nicht ganz einfache Bedingungen wie starker Wind und Dauerschneefall begleiteten die Sportler. Ärgerlich war es auch für den ein oder anderen kurz vorm Ziel noch einmal ordentlich hinzufallen.

Doch am Ende warteten nicht nur die Glückwünsche der Mitschüler, sondern auch heißer Tee auf die jungen Kämpfer.

Den Spielenachmittag hatten sich alle redlich verdient. Am Abend konnte ordentlich bei der Siegerehrung und der Abschlussparty gefeiert werden.

Eine anstrengende, aber rundum gelungene Woche im Zeichen des Wintersports geht zu Ende und „Uller“ ist mit Sicherheit zufriedener denn je!

 

S.Griebenow – Sportlehrerin