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 Abschlüsse

 

 

Abitur

Das Abitur (von lateinisch abire = davongehen; daraus neulateinisch abiturire = abgehen werden, abituriens = Abiturient, abiturium = Abitur; kurz: Abi) bezeichnet den höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss in Deutschland und ist die allgemeine Zugangsberechtigung für ein Hochschulstudium.

Dem Abitur geht die Abitur- oder Reifeprüfung (Matura) voraus. Das Abitur- oder Reifezeugnis bescheinigt die erworbene Hochschulreife und Befähigung zu einem Studium an einer Universität bzw. Hochschule. Demgemäß ist das Abitur zuallererst die Allgemeine Hochschulreife, das sogenannte „Vollabitur” mit uneingeschränkter Studienberechtigung. Im Unterschied dazu beschränkt das Zeugnis der Fachgebundenen Hochschulreife die Hochschulzugangsberechtigung auf bestimmte – meist fachgebundene – Studiengänge.

 

 

Besondere Leistungsfeststellung

Die Besondere Leistungsfeststellung zur Bescheinigung einer dem Realschulabschluss gleichwertigen Schulbildung (kurz: Besondere Leistungsfeststellung oder BLF) ist eine an Gymnasien in Thüringen, Hessen und Sachsen am Ende der zehnten Klasse durchgeführte Prüfung.

Die Besondere Leistungsfeststellung wurde als Reaktion auf den Amoklauf von Erfurt eingeführt, da der Schüler Robert Steinhäuser keinen Abschluss besaß, was als eine Ursache für seine Tat gesehen wurde. Schüler der Thüringer Gymnasien konnten im Jahr 2003 auf eigenen Wunsch am Ende der zehnten Klasse an einer Prüfung teilnehmen. Seit 2004 ist diese Prüfung für alle Thüringer Gymnasiasten Pflicht.

In Thüringen sind die Prüfungsfächer Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache und eine Naturwissenschaft (Biologie, Chemie oder Physik). Das Ergebnis der Besonderen Leistungsfeststellung macht 50 Prozent der Jahresfortgangsnote der entsprechenden Fächer aus.